Unser Kaffee

Um Ihnen einen außergewöhnlichen Kaffee anbieten zu können, ist neben der Röstung die Qualität der Kaffeebohnen ausschlaggebend. Auch die besten Röstmeister können aus schlechten Qualitäten keinen gut schmeckenden Kaffee zaubern. Damit wir sicher sein können, nur den besten Kaffee zu beziehen, reisen wir persönlich auf die Plantagen in den Anbauländern. Dort überzeugen wir uns nicht nur von den Anbaumethoden und der Pflanzenqualität, sondern auch von den sozialen Umständen vor Ort.
Für uns ist das Rösten von Kaffee noch pure Leidenschaft. Der Umgang mit diesem sehr wertvollen Produkt ist mehr als reine Veredelung einer Rohware, es ist eine unendliche Suche nach dem perfekten Geschmack.
Die ausgewählten und aus den Anbauländern importierten Kaffees gehören zu den aromatischsten auf dem Markt.
Um jedoch das volle Aroma zu erschließen, ist das Können der Röstmeister gefragt.
Diese rösten traditionell um jedem Kaffee das volle Aroma zu entlocken, dabei wird jede Sorte ganz individuell geröstet und anschließend verkostet.

Unser Röstbetrieb

Unsere aus dem Ursprung importierten reinen Estate- und Lagenkaffees bergen ein großes Aromapotential. Dieses voll zu erschließen ist für uns stets eine Herausforderung.
Wir rösten nicht wie die Großindustrie kurz und heiß mit dem Ergebnis einer außen dunklen und innen unterrösteten Kaffeebohne.
Wir nehmen uns die Zeit, handwerklich im schonenden Niedertemperatur-Langzeit-Chargenröstverfahren die Bohnen je nach Sorte zwischen 12 und 18 Minuten zu rösten. Dazu benutzen wir eine traditionelle Trommelröstmaschine.
Schauen Sie den Röstmeistern bei der Arbeit über die Schulter und erleben Sie Live-Röstungen im Ladengeschäft. Erfahren Sie, wie die Bohnen für Ihre Tasse Kaffee geröstet werden und nehmen Sie frischen Kaffee mit nach Hause. Oder gönnen Sie sich ein Tässchen im benachbarten Kaffeehaus.
Wir von der Berliner Kaffeerösterei sind Gründungsmitglied der Deutschen Röstergilde. Diese ist eine Interessenvertretung der Spezialitätenkaffeeröstereien. Sie gibt Ihnen als Verbraucher mithilfe eines Qualitätssiegels Sicherheit für exzellent verarbeitete Produkte.

Fair Trade oder was versteht man eigentlich unter fairem Handel

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise wie wir unseren Kaffee einkaufen unter dem Namen „Direct Trade“ im Deutschen Kaffeemarkt fest etabliert. Im Unterschied zum Fair Trade System steht hier die Beziehung zum Kaffeefarmer auf Augenhöhe im Mittelpunkt. Selbständige, professionell arbeitende mittelständische Kaffeefarmer fokussieren auf eine hohe bis sehr hohe Kaffeequalität (Spezialitätenkaffee, über 80 Punkte im SCAA Kaffeeklassifikationssystem). Durch den direkten Kontakt zu den Kaffeeröstern im In- und Ausland kennen sie deren Bedürfnisse und produzieren entsprechend stark nachgefagte Kaffees. Diese Kaffees sind bei den Kaffeeröstern heiß begehrt. Dies ermöglicht wiederum den Farmern, für ihren Kaffee profitable Preise zu fordern. Dies geschieht entweder am Kaffeeweltmarktpreis orientiert mit dem so genannten „Differential“, einem prozentualen Aufschlag auf den Weltmarktpreis (z.B. Weltmarktpreis + 80%) oder als frei kalkulierter Preis, sog. „Outrage“-Preise (z.B. USD 8,50/kg Rohkaffee). Im Gegensatz dazu steht das „Faitrade“-System, welches sich nicht an professionelle Landwirte, sondern an Subsistenzwirtschaften (Anbau hauptsächlich zur Eigenversorgung mit Lebensmitteln, meist Einzelpersonen/Familien bzw. deren Zusammenschlüsse in Kooperativen) wendet.
Der für den Kaffee gezahlte Preis ist jedoch nicht auskömmlich, was bedeutet, dass der Empfänger nicht in die Lage versetzt wird, damit z.B. Investitionen in Maschinen vorzunehmen oder moderne Konsumgüter zu erwerben. Der Name „Fair Trade“ ist ein reiner Markenname einer privaten(!) Organisation und gibt keinesfalls die Garantie irgendeiner Fairnis.

Auf Europa, respektive Deutschland übertragen könnte man sich dies in etwa so vorstellen: Ein Arbeiter erhält einen Stundenlohn von nur 3,- EURO. Eine private Organisation, welche sich den Namen „Fairer Lohn“ gegeben hat, zahlt dem Arbeiter einen Aufschlag von 0,20 EURO. Er erhält nun 3,20 EURO je Stunde, ein immer noch lächerlich niedriger Lohn.
Das von ihm erzeugte Produkt trägt jetzt aber ein Siegel mit dem Wort „Fairer Lohn“. Der Verkäufer des Produktes weist auf das Siegel hin und erzählt dem Kunden „Das Produkt stammt aus fairem Handel, der Arbeiter erhält einen fairen Lohn.“

Unter fairem Handel ist die Zahlung eines auskömmlichen(!) Preises an den Erzeuger einer Ware zu verstehen, welche diesem einen angemessenen Lebensstandard garantiert. Er kann von dem Verkauf seines Erzeugnisses in seinen Betrieb investieren, sich ausreichend mit Lebensmitteln versorgen und seinen Kindern eine angemessene Ausbildung gewähren.

Zum Schluß noch ein Tipp für den Kaffee-Einkauf:

Eine kleine Rückrechnung hilft, das Problem zu verdeutlichen: Man nimmt den Laden-Preis eines 1000g-Kaffeepäckchens und dividiert durch 1,07. Dann hat man die Mehrwertsteuer abgezogen. Nun noch EUR 2,10 abziehen, die Kaffeesteuer. Jetzt werden noch EUR 1,00 für die Röstung, die Verpackung, den Transport zum Supermarkt und die Gewinnmargen von Röster und Supermarkt abgezogen. Was jetzt übrigbleibt ist aber nicht das, was der Kaffeefarmer erhält. Vielmehr müssen davon noch EU-Zollgebühren und der Transport über 9.000 bis 12.000km See- und Landweg vom Kaffeeursprung nach Europa abgezogen werden.

Direct Trade

Mit dem Begriff Direct Trade wird der direkte Handel zwischen Rösterei und Kaffeefarmer beschrieben. Die sonst übliche Station des Mittelmanns wird ausgelassen, da die Röstereien direkt von den Farmern kaufen. Diese werden in regelmäßigen Abständen besucht, wodurch nicht nur eine Bindung zwischen Hersteller und Abnehmer entsteht, sondern gleichzeitig auch die Qualität des Kaffees geprüft und höhere Preise für die Farmer erwirkt werden als z.B. mit Fair Trade, da diese noch mit Zwischenhändlern arbeiten.
Doch da nicht jede Rösterei oder jeder Röster Zeit hat, die verschiedensten Plantagen dieser Welt zu bereisen um die Qualität im Ursprung zu überprüfen, hat man sich zu einem Verein zusammen geschlossen, der Deutschen Röstergilde.
Durch sie ist es einfacher, Ursprungsreisen zu organisieren, größere Mengen Kaffee zu einem fairen Preis abzunehmen und dem Kunden gleichzeitig ein exklusives Güte- und Qualitätssiegel für guten Kaffee präsentieren zu können.

Weitere Informationen erfahren Sie hier:
Deutsche Röstergilde

Merkliste

Warenkorb